HEILPRAXIS SCHOENHOFF

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Yams, pure Wurzelkraft

von Alex­an­der Schoe­n­hoff, HP

Yams, (genauer Yamswurzel)

Vor allem in der Frau­en­heil­kun­de wird “Wil­der Yams” (“Mexi­can Wild Yam“, Dioscorea vil­losa ) z.B. zur Regu­lie­rung des Zyklus (Mens­trua­ti­on), bei PMS, zur Emp­fäng­nis­ver­hü­tung* eben­so wie bei uner­füll­tem Kin­der­wunsch und spä­ter auch im Rah­men der Wech­sel­jah­re (Meno­pau­se) ein­ge­setzt.

Grund­sätz­lich, also auf Frau­en wie Män­ner, wirkt Yams harn­trei­bend, krampf­lö­send, ent­zün­dungs­hem­mend, anti­rheu­ma­tisch und schweiß­trei­bend.

Zugleich wirkt es aus­glei­chend und anre­gend auf die Neben­nie­ren. Haupt­wirk­stoff ist das Dios­ge­nin, ein auch gern als „natür­li­ches Pro­ges­te­ron” bezeich­ne­ter Wirk­stoff, der dem weib­li­chen Gelb­kör­per­hor­mon ähnelt.

*“Yams zur Ver­hü­tung” – Pau­schal­aus­sa­gen wie die­se ernst zu neh­men ist ris­kant! 
Set­zen Sie – wenn über­haupt – Yams zu Ihrer eige­nen Sicher­heit NUR NACH Rück­spra­che mit Ihrer Frauenärztin/Ihrem Frau­en­arzt zur Ver­hü­tung ein!

Wil­der Yams, frei­hän­gen­de Wur­zel,
von herboristerieduvalmont.com

WICH­TIG: Roh geges­sen hat die Yams­wur­zel eine toxi­sche, also gif­ti­ge Wir­kung auf den Orga­nis­mus!

Aus­zug aus dem Online-Ange­bot von GEO:
(http://www.geo.de/GEO/reisen/reiseinformationen/Vergiftung-durch-Yams.html )
…Auch die stär­ke­hal­ti­gen Yams-Arten, die in wei­ten Tei­len Süd­asi­ens vor­kom­men (Chi­na, Indi­en, Indo­ne­si­en, Thai­land, Viet­nam, Phil­ip­pi­nen, Papua Neu­gui­nea) kön­nen hor­mon­ar­tig wir­ken­de Alka­lo­ide ent­hal­ten und eine Gift­wir­kung ent­fal­ten.
In der Regel wer­den wenig gif­ti­ge Pflan­zen für den Anbau aus­ge­wählt, die Pflan­zen­knol­len zu Mehl zer­mah­len, in kochen­des Was­ser ein­ge­rührt oder in Was­ser mit Zusät­zen zur Ver­gä­rung ein­ge­legt  (u.a. Säge­spä­ne) und erst nach dem Pro­zess der Fer­men­tie­rung zu loka­len Gerich­ten ver­ar­bei­tet.
Wenn die Knol­len so sach­ge­recht zube­rei­tet wer­den, sind die Gerich­te nahr­haft und gesund und nach eini­ger Gewöh­nung auch schmack­haft.…

Yams in anderen Heiltraditionen

In der mexi­ka­nisch-/in­dia­ni­schen Heil­kun­de wird Dioscorea vil­losa Der wil­de Yams” genutzt. Die­se Vari­an­te gibt es auch als homöo­pa­thi­sche Auf­be­rei­tung  und der wil­de Yams ist es auch um den es mir in die­sem Bei­trag geht.

Beson­ders in Süd­ame­ri­ka wur­den und wer­den Yams-Tees in Situa­tio­nen ange­wen­det, in denen es um Krampf­lö­sung, Ent­zün­dungs­hem­mung und rheu­ma­ti­sche Lei­den wie der rheu­ma­ti­schen Arthri­tis geht. Eben­so nutzt man sie bei Darm­krämp­fen, Gebär­mut­ter­schmer­zen, schmerz­haf­tem Zie­hen im Unter­leib beim Eisprung und in der Mens­trua­ti­ons­zeit.

Ein sehr ein­fa­ches Tee-Rezept hilft dabei prä­men­stru­el­le Beschwer­den zu lin­dern . Dazu besorgt man sich aus der Apo­the­ke das Yams­wur­zel­ex­trakt und lässt zwei Tee­löf­fel voll davon mit einer Tas­sen­men­ge Was­ser etwa 15 Minu­ten leicht kochen. Die­ser Tee wird immer nur im Zeit­raum nach dem Eisprung bis zum Ein­set­zen der Blu­tung getrun­ken, in die­ser Zeit aber drei­mal täg­lich. Das glei­che Rezept in der glei­chen Dosie­rung hilft tra­di­tio­nell auch bei Darm­ko­li­ken und ande­ren Unter­leibs­be­schwer­den.

Die indi­sche Heil­tra­di­ti­on nutzt den Saft der Blät­ter zur Behand­lung von Geschwuls­ten und Skor­pi­on­sti­chen, aber in Tee­form auch als Aphro­di­sia­kum.

In der chi­ne­si­schen Medi­zin wird die Vari­an­te Dioscorea oppo­si­ta Shan Yao genannt und schon seit über 2000 Jah­ren bei Qi-Man­gel und emo­tio­na­ler Insta­bi­li­tät ein­ge­setzt. Eben­so wirkt sie mild toni­sie­rend bei Müdig­keit und Appe­tit­lo­sig­keit. Aber auch bei Schei­den­aus­fluss und Sper­ma­tor­rhoe zeigt sie Wir­kung. Wei­ter­hin wird Shan Yao ange­wen­det bei Asth­ma, Harn­wegs­in­fek­tio­nen, Milz­ent­zün­dun­gen, Milz­schwel­lun­gen und auch hier bei Wech­sel­jah­res­be­schwer­den.

Als “Licht­wur­zel“emp­fahl Rudolf Stei­ner in sei­ner Anthro­po­so­phi­schen Medi­zin die auf spe­zi­el­le Wei­se ange­bau­te ost­asia­ti­sche Vari­an­te Dis­corea bata­tas. Sei­ner Aus­sa­ge nach, ist sie als eine der weni­gen Pflan­zen in der Lage Lich­täther in gro­ßen Men­gen zu spei­chern und damit als “Nah­rung der Zukunft der Mensch­heit” bes­tens geeig­net.

Bild: Jim Conrad, Quelle: wikimedia commons
Bild: Jim Con­rad, Quel­le: wiki­me­dia com­mons
Junge Yamspflanze in der Natur, Bild: Wikimedia Commons
Jun­ge Yam­s­pflan­ze in der Natur, Bild: Wiki­me­dia Com­mons

Yam, Yams, Yamswurzel?

Wo genau der Name Yam/Yams her­stammt bzw. wovon er sich ablei­tet ist schwer aus­zu­ma­chen. Man ver­mu­tet, dass sich der Ursprung in der west­afri­ka­ni­schen Spra­che Fula­ni vom Wort ”Nya­mi” = ”zum essen” und von der eben­falls west­afri­ka­ni­schen Spra­che Twi dem Wort ”Any­inam” = ”Ech­te Yams” her­lei­tet.
Von den afri­ka­ni­schen Skla­ven Ame­ri­kas wird erzählt, dass sie damals die dor­ti­gen Süß­kar­tof­feln als ”Nya­mis ” bezeich­ne­ten.

Die wis­sen­schaft­li­che Fami­li­en­be­zeich­nung Dioscorea hin­ge­gen, wel­che die Pflan­zen­fa­mi­lie vom fran­zö­si­schen Bota­ni­ker Charles Plu­mier erhielt, bezieht sich ehrend auf den grie­chi­schen Heil­kun­di­gen Peda­ni­os Dio­sku­r­i­des (auch Dio­sko­ri­des) (40–90 n. Chr.) und ver­weist schon deut­lich bes­ser auf den hohen medi­zi­ni­schen Wert die­ser Pflan­ze.

Wei­te­re deutsch­spra­chi­ge Syn­ony­me wie Schmer­z­wurz, Rheu­ma­wur­zel oder Koli­kwur­zel unter­strei­chen wei­ter den Gesund­heits­aspekt.

Yams – Die Nutzpflanze

Bota­ni­ker ken­nen Yams als robus­te Klet­ter­pflan­ze mit bis zu 10 Metern Län­ge und gestiel­ten Laub­blät­tern, wel­che ess­ba­re brau­ne Knol­len, mit bes­ten­falls bis zu 2 Metern Län­ge führt. Das Inne­re ist weiß, rosa oder gelb gefärbt und hat einen süß­li­chem, kar­tof­fel- oder ess­kas­ta­ni­en­ar­ti­gem Geschmack.
Die Fami­lie der Dis­core­aceae umfasst bis zu 870 Arten, von denen aber nur etwa 60 ess­ba­re Vari­an­ten sind.

Nur eine ein­zi­ge Art, näm­lich Dioscorea oppo­si­ta (”Chi­ne­si­scher Yams“, “Japa­ni­scher Berg-Yams“ oder “Yamai­mo“) ist roh ver­zehrt nicht toxisch.
Alle ande­ren Arte müs­sen vor dem Essen ent­spre­chend zube­rei­tet wer­den.

Als eine der ältes­ten Kul­tur­pflan­zen wur­de Yams bereits 3000 v. Chr. in Asi­en ange­baut. Bis heu­te ist sie vor­ran­gig in Süd­ame­ri­ka, Afri­ka und in der Kari­bik eines der, stel­len­wei­se sogar das wich­tigs­te Grund­nah­rungs­mit­tel – im glei­chen Rang wie die hie­si­ge Kar­tof­fel. Yams ist Lie­fe­rant sowohl für die Vital­stof­fe Kali­um und Pro­vit­amin A als auch für Stär­ke.

Dioscorea, Yamswurzelstock, Quelle: div
Dioscorea, Yams­wur­zel­stock, Quel­le: div

Weitere Quellen

Wiki­pe­diahttp://de.wikipedia.org/wiki/Yams Charles Plu­mierPeda­ni­os Dio­sku­r­i­des 

Hei­de Fischer, Ärz­tin: http://www.frauen-naturheilkunde.de/ – Sehr infor­ma­ti­ver PDF-Aus­zug zum The­ma Yams von Frau Fischer
Eva Mar­bachhttp://oestrogen-dominanz.de/buch/phytohormone.htm 
Yams wird hier, neben vie­len ande­ren Pflan­zen, im Zusam­men­hang mit dem Haupt­the­ma Östro­gen­do­mi­nanz erwähnt.
Die­se Web­prä­senz ist aber in jedem Fall hoch­in­ter­es­sant für alle Frau­en, die auf der Suche nach natür­li­chen Alter­na­ti­ven zu medi­ka­men­tö­sen Hor­mon­the­ra­pien sind.
Bezugs­quel­le Via­Bio­na: die­sen Anbie­ter nut­zen wir selbst zum Bezug von ent­spre­chen­den Prä­pa­ra­ten, in die­sem Fall den “Mexi­can Wild Yams”-Kapseln.
Ver­brau­cher­hin­weis: Der nach­ste­hen­de Link ist NICHT mit einer so genann­ten Part­ner­ken­nung ver­se­hen.
Wir “pro­fi­tie­ren” also NICHT davon wenn Sie bei die­sem Anbie­ter bestel­len. 
http://www.viabiona.com/de/Alphabetisch/A‑F/Via-Biona-Yamswurzel-Dioscorea-60-Kapseln.html oder 
http://www.vitaminshopdirect.com/index.php?cat=ANTI-AGING&product=8804

Erweiterte Verbraucherinformation zur Naturheilkunde

Wie bei allen hier bereit­ge­stell­ten Infor­ma­tio­nen die sich auf die Gesund­heit, deren Erhal­tung, Pfle­ge oder Wie­der­her­stel­lung unter Ver­wen­dung von Natur­pro­duk­ten bezie­hen, gilt auch hier der Hin­weis, dass von unkon­trol­lier­ten Selbst­ver­su­chen ohne Begleitung/Beratung durch einen Arzt oder fach­kom­pe­ten­ten Heil­prak­ti­ker drin­gend abge­ra­ten wird.

Bei der beschrie­be­nen Pflan­ze han­delt es sich um ein Natur­pro­dukt, jedoch sind auch Natur­pro­duk­te nie aus­schließ­lich harm­los oder immer und für jeden Neben­wir­kungs­frei. Und da es neben einer Rei­he seriö­ser Anbie­ter auch eine Viel­zahl deut­lich weni­ger zuver­läs­si­ger Lie­fe­ran­ten gibt, ist auch bei der eigen­hän­di­gen, ver­meint­lich “güns­ti­ge­ren” Beschaf­fung spe­zi­ell über das Inter­net beson­de­re Auf­merk­sam­keit emp­foh­len – nut­zen Sie lie­ber die Bera­tungs- und Bestell­mög­lich­kei­ten einer kom­pe­ten­ten Apo­the­ke.

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