HEILPRAXIS SCHOENHOFF

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Bild: Jason Antony - sxc.huEinen Krampfan­fall oder Schüt­tel­krampf kann man sich als außer Kon­trol­le gera­te­nes Kreuz­feu­er zwi­schen Ner­ven­zel­len im Gehirn vor­stel­len. Wenn es inner­halb die­ser Ner­ven zum “Kurz­schluß” kommt, wer­den die nor­ma­len Gehirn­funk­tio­nen unter­bro­chen.

Manch­mal ist die Ursa­che für ein Anfall nicht nach­voll­zieh­bar. Es sind jedoch eini­ge Umstän­de und äuße­re Ein­flüs­se bekannt, die sol­che Anfäl­le aus­lö­sen kön­nen. Das sind bei­spiels­wei­se Anfäl­le im Zusam­men­hang mit hek­ti­schen Licht­ef­fek­ten und Krämp­fe bei hohem Fie­ber.

Tat­säch­lich sind hohe Fie­ber­wer­te die meist­ver­brei­tets­te Ursa­che für Anfäl­le bei Säug­lin­gen, Klein­kin­dern und etwas älte­ren Kin­dern. Eine Kör­per­tem­pe­ra­tur >=39 Grad kann einen sol­chen Anfall ver­ur­sa­chen.
Krank­hei­ten die einen schnel­len Tem­pe­ra­tur­an­stieg ver­ur­sa­chen, etwa Syphi­lis oder Typhus, sind oft eben­falls mit sol­chen Anfäl­len ver­bun­den.
Schnell anstei­gen­de Fie­ber­tem­pe­ra­tu­ren schei­nen die nor­ma­le elek­tri­sche Impuls­ak­ti­vi­tät des Gehirns durch­ein­an­der zu brin­gen.

Epi­lep­sie­ar­ti­ge Anfäl­le kön­nen aber auch bei nor­ma­len, gesun­den Kin­dern und Erwach­se­nen auf­tre­ten, bei denen das “inter­ne Ther­mo­me­ter” nicht oder noch völ­lig ent­wi­ckelt ist.
Anfäl­le die­ser Art kön­nen auch aus­ge­löst wer­den durch: Geräu­sche, Licht­ef­fek­te, Gif­te, Infek­tio­nen, Reak­tio­nen auf Medizin/Drogen, Reye Syn­drom, Schlan­gen­bis­se, als Impf­re­ak­ti­on, im Sucht­ent­zug, nach Unfall.

Selbst den Atem gezielt län­ger anzu­hal­ten, kann im Ein­zel­fall schon einen Anfall ver­ur­sa­chen. Die­se Form des Krampf-Anfalls ist gleich­zei­tig das am meis­ten ver­brei­te­te Sym­ptom für Epi­lep­sie, einer Fehl­funk­ti­on des Gehirns.

Beant­wor­ten Sie fol­gen­de Fra­gen JA NEIN
Hat das Kind/die betrof­fe­ne Per­son auf­ge­hört zu atmen? AKU­TER NOT­FALL – BEWAH­REN SIE RUHE
UND RUFEN SIE SOFORT DEN NOT­ARZT!

Prü­fen Sie immer wie­der Atmung und Herz­schlag!
Lei­ten Sie sofort Ers­te-Hil­fe-Maß­nah­men ein, die Sie bis zum Ein­tref­fen der Ret­tungs­kräf­te fort­set­zen!
Sie­he auch:
https://www.gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-die-mund-zu-mund-beatmung.3104.de.html
Falls Sie die Ers­te Hil­fe nicht selbst aus­füh­ren können/wollen, rufen Sie sofort Drit­te als Hel­fer hin­zu.
Wei­ter zur nächs­ten Fra­ge…
Dau­er­te der Anfall län­ger als 4 bis 5 Minu­ten? MÖG­LI­CHER­WEI­SE NOT­FALL – Sie­he oben!
Bege­ben Sie sich mit dem Kind/der betrof­fe­nen Per­son sofort in ärzt­li­che Behand­lung!
Ist Ihr Kind jün­ger als 6 Mona­te oder älter als 4 Jah­re? MÖG­LI­CHER­WEI­SE NOT­FALL – Sie­he oben!
Bege­ben Sie sich mit dem Kind sofort in ärzt­li­che Behand­lung!
Han­del­te es sich um einen Anfall ohne Fie­ber? Las­sen Sie das Kind/die betrof­fe­nen Per­son umge­hend ärzt­lich unter­su­chen…
War dies der ers­te Anfall Ihres Kindes/der betrof­fe­nen Per­son?

Lesen Sie die nach­fol­gen­den Gesund­heits­tipps…

Tipps für Eltern/Anwesende:
Spe­zi­ell beim ers­ten Mal ist es für Eltern oder ande­re mit einem Kind ver­bun­de­ne Per­so­nen nahe­zu unmög­lich nicht in Panik zu gera­ten, wäh­rend sie dabei zuse­hen müs­sen wie ein Kind einen Anfall hat. Das gilt, wenn auch viel­leicht nicht gar so trau­ma­ti­sie­rend für die Anwe­sen­den, natür­lich auch bei Erwach­se­nen, die spon­tan einen Krampfan­fall in Gegen­wart ande­rer – die damit kei­ne Erfah­rung haben – erlei­den.

Selbst wenn es sich spä­ter als “Fehl­alarm” erwei­sen soll­te,
im Panik- und/oder Zwei­fels­fall ist es immer rich­tig umge­hend den Not­arzt hin­zu­zu­ru­fen!
Leben und Sicher­heit gehen immer vor!
  • Soll­te Ihnen bekannt sein, dass ein Kind/eine betrof­fe­ne Per­son unter gele­gent­li­chen Krämp­fen lei­det, muss nicht unbe­dingt ein Not­arzt alar­miert wer­den – es sei denn, dass der Anfall län­ger als 5 Mnu­ten dau­ert.

     

  • Mer­ken Sie sich wie vie­le Minu­ten der Anfall dau­ert und beob­ach­ten Sie die auf­tre­ten­den Sym­pto­me, um die­se Daten spä­ter dem Arzt mit­tei­len zu kön­nen.
  • Erin­nern Sie sich selbst dar­an, daß, wenn es sich um einen Anfall im/durch Fie­ber han­delt, die­ser in ein paar Minu­ten von selbst auf­hö­ren wird.
  • Falls der Anfall durch Fie­ber ent­steht, begin­nen Sie umge­hend damit die Tem­pe­ra­tur zu sen­ken, indem Sie den Kör­per des Kindes/der betrof­fe­nen Per­son mit einem nas­sen (Zim­mer­tem­pe­ra­tur) Schwamm abrei­ben, nach­dem der Anfall abge­klun­gen ist. Set­zen Sie das Kind/die betrof­fe­ne Per­son nicht in eine Wan­ne. Ver­wen­den Sie kei­nen Eis­pack, denn die­ser senkt die Tem­pe­ra­tu­ren zu rasch.
  • Bei Fie­ber­krämp­fen soll­te das Haupt­au­gen­merk dar­auf lie­gen, die aku­te Tem­pe­ra­tur zu sen­ken und zu ver­hin­dern, daß sich das Kind/die betrof­fe­ne Per­son wäh­rend des Anfalls durch die Krämp­fe ver­letzt. Das Kind/die betrof­fe­ne Per­son ist dabei aber NICHT zu fixie­ren oder über­mä­ßig fest­zu­hal­ten.
  • Schüt­zen Sie das Kind/die betrof­fe­ne Per­son wäh­rend es Anfalls vor dem Hin­fal­len bzw. davor daß es/sie sich den Kopf an einer Tisch­kan­te oder an einem schar­fen Objekt schlägt. Schaf­fen Sie Möbel­stü­cke, Spiel­zeug und der­glei­chen aus dem Weg.
  • Stel­len Sie sicher das die Luft­we­ge frei sind
  • Drän­gen Sie aber nichts mit Gewalt in den Mund des Kindes/der betrof­fe­nen Per­son, im Ver­such dadurch zu ver­hin­dern, daß es/sie sich in/auf die Zun­ge beisst. Kin­der bei­ßen sich sehr sel­ten wäh­rend eines Anfalls auf die Zun­ge, ähn­li­ches gilt für Erwach­se­ne.
  • Zie­hen Sie wenn mög­lich sanft den Kie­fer her­un­ter, wäh­rend Sie den Kopf leicht nach hin­ten über­stre­cken
  • Legen Sie das Kind/die betrof­fe­ne Per­son auf die Sei­te, damit der Spei­chel oder even­tu­ell erbro­che­nes bes­ser ablau­fen kann.
    Rei­ni­gen Sie den Mund von Erbro­che­nem um eine Ersti­ckung zu ver­hin­dern.

     

  • Geben Sie wäh­rend eines Anfalls kei­ne über den Mund ein­zu­neh­men­den Medi­ka­men­te, auch kei­ne Nah­rungs­mit­tel oder Flüs­sig­kei­ten.
  • Nach dem Anfall wird das Kind/die betrof­fe­ne Per­son ver­mut­lich schläf­rig sein und sich nicht dar­an erin­nern was pas­siert ist. Das ist nor­mal.
  • Falls nötig, klei­den Sie das Kind/die betrof­fe­ne Per­son in leich­te, locke­re Klei­dung und legen Sie es/sie zum Schla­fen in einen küh­len Raum.

Über­setz­ter und ergänz­ter Text von Don R. Powell, Ph.D. ,
 “Your Fami­ly Gui­de to Sym­ptoms and How to Tre­at Them”

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