HEILPRAXIS SCHOENHOFF

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Kryptopyrrolurie

von Alex­an­der Schoe­n­hoff, HP

Die Kryp­to­pyr­ro­lu­rie (ab hier kurz KPU) ist eine wahr­schein­lich erb­lich ver­an­lag­te, fami­li­är gehäuft auf­tre­ten­de Stö­rung des Häm­stoff­wech­sels.
Sie ist unter vie­len Bezeich­nun­gen bekannt, dar­un­ter auch Hämo­pyr­roll­akta­mu­rie (HPU), Pyr­ro­lu­rie oder Mal­va­ria. Wis­sen­schaft­lich ist die­se Stö­rung umstrit­ten

Häm ist sehr ver­ein­facht aus­ge­drückt Sin­ne das, was die rote Far­be der Blut­kör­per­chen ergibt.
Und in Kom­bi­na­ti­on mit dem in Ery­thro­zy­ten, den also durchs Häm so mar­kant roten Blut­kör­per­chen, vor­kom­men­den Eiweiß Glo­bin, bil­det es Hämoglobin.

Das hier bespro­che­ne Häm (b) gehört zu einer Grup­pe von unter­schied­lich struk­tu­rier­ten Mole­kü­len, die man ins­ge­samt als “Häme” bezeich­net. Neben Men­schen besit­zen auch ande­re Leben­we­sen die­se Strukturen.

Das mensch­li­che Hämo­glo­bin ist der lebens­wich­ti­ge Stoff, der dazu dient Sauer­stoff für den Trans­port bis in die äußers­ten kapil­la­ren Regio­nen des Kör­pers in den Ery­thro­zy­ten zu binden.

Bild: Peter von Bechen, pixelio.de, 585664
Bild: Peter von Bechen, pixelio.de, 585664

Was bedeutet Kryptopyrrolurie?

„Kryp­to-“, alt­grie­chisch κρύπτο, ver­bor­gen, ver­steckt
“Pyr­ro­le” sind Abbau­pro­duk­te des kör­per­ei­ge­nen Stof­fes Häm.
„-urie“ ist der Über­be­griff für alles was über den Urin aus­ge­schie­den wird.

Zusam­men bedeu­tet es, dass “ver­bor­ge­ne” (also mit blo­ßem Auge nicht erkenn­ba­re) Pyr­ro­le über den Urin aus­ge­schie­den wer­den.
Anm.: Das “Kryp­to-” lie­ße sich auch so inter­pre­tie­ren, als dass die Ursa­che bestimm­ter Erkran­kun­gen – eben weil “ver­bor­gen” hin­ter ande­ren Sym­pto­men –  in der oder durch die Pyr­ro­lu­rie zu fin­den sein könnte.

In den 1960’er Jah­ren wur­de die KPU, von einer Stu­di­en­grup­pe um Irving, etwas spä­ter in den 1970’ern von Dr. Carl Curt Pfeif­fer, einem ame­ri­ka­ni­schen Arzt und Bio­che­mi­ker beschrie­ben. Irving und Pfeif­fer betrie­ben unab­hän­gig von­ein­an­der For­schun­gen, die auch Inhal­te der Ortho­mo­le­ku­la­ren Medi­zin von Linus Pau­ling zum Ein­satz brach­ten.
Pfeif­fers Ansatz war die ortho­mo­le­ku­la­re Psych­ia­trie, also die Behand­lung geis­ti­ger Stö­run­gen wie der Schi­zo­phre­nie auf­grund feh­len­der Vitalstoffe. 

Doch trotz mög­li­cher Ver­brei­tung, bleibt die KPU, auf­grund man­geln­der Stu­di­en­evi­denz, in der gän­gi­gen medi­zi­ni­schen Wis­senschft auch heu­te noch weit­ge­hend ohne Beach­tung und Aner­ken­nung. Hin­zu kommt, dass die­se Stö­rung medi­zi­nisch unter vie­len ver­schie­de­nen Namen bekannt ist. Auf­grund die­ser fach­lich schwer zuzu­ord­nen­den Umstän­de, wird die Kryp­to­pyr­ro­lu­rie in regu­lä­re dif­fe­ren­ti­al­dia­gnos­ti­sche Unter­su­chun­gen auch so gut wie nie mit ein­be­zo­gen. Und so kann es dann auch zu der ein oder ande­ren Fehl­dia­gno­se, bzw. ver­län­ger­ten Suche nach einem prüf­ba­ren Behand­lungs­an­satz kommen.

Man geht davon aus, dass ca. 10 Pro­zent der Bevöl­ke­rung von ihr betrof­fen sind. Frau­en dabei deut­lich höher als Männer.

Was passiert bei einer KPU?

Das wesent­li­che Pro­blem scheint zu sein, dass die betrof­fe­nen Per­so­nen bei jeder Form von Stress ver­stärkt Vital­stof­fe ver­lie­ren, da die­se Stof­fe wäh­rend­des­sen stär­ker als bei ande­ren Men­schen ver­braucht wer­den. Somit ist die­se ver­meint­li­che Erkran­kung, wie ein­gangs schon erwähnt, ver­mut­lich eine erb­lich beding­te Stoff­wech­sel­stö­rung, durch die man, auf­grund der sich im Lauf der Zeit erge­ben­den Vital­stoff­män­gel, erkran­ken könn­te

Beson­ders betrof­fen von den Ver­lus­ten sind die Vital­stof­fe Zink, Vit­amin B6 und Man­gan. Durch die­sen dau­er­haf­ten, schlei­chen­den und damit oft unbe­merk­ten Ver­lust kön­nen mit der Zeit eine gan­ze Rei­he an unspe­zi­fi­schen Sym­pto­men entstehen.

Ver­dachts­mo­men­te für eine per Fach­la­bor abzu­prü­fen­de Kryp­to­pyr­ro­lu­rie als Ursa­che kön­nen sein:

  • Depres­sio­nen
  • Angst­stö­run­gen
  • chro­ni­sche Erschöp­fun­g/Bur­nout-Syn­drom
  • All­er­gien
  • Nah­rungs­mit­te­l­un­ver­träg­lich­kei­ten
  • Hash­i­mo­to Thyreoditis/Morbus Basedow
  • Schlaf­stö­run­gen
  • Ner­vö­se Erschöpfung
  • Feh­len­de Traumerinnerung
  • ADHS/ADS bei Kin­dern und Erwachsenen
  • Haar­aus­fall
  • Wund­hei­lungs­stö­run­gen
  • Stö­run­gen an den Fingernägeln

Die Kryp­to­pyr­ro­lu­rie kann heut­zu­ta­ge durch einen ein­fa­chen, kos­ten­güns­ti­gen Urin­test erkannt wer­den.
Die even­tu­el­le Behand­lung besteht dannn in der Gabe ora­ler Prä­pa­ra­te und/oder einer spe­zi­el­len Infusionstherapie.

Die­se Unter­su­chung und auch die even­tu­el­len The­ra­pien sind ein Ange­bot der Heil­pra­xis Michae­la Schoe­n­hoff.
Ich zei­ge und erklä­re Ihnen in mei­ner Pra­xis gern indi­vi­du­el­le Dia­gno­se- und bei Bedarf auch The­ra­pie­mög­lich­kei­ten der Kryp­to­pyr­ro­lu­rie (KPU).

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