Informationsmedizin

Die nachfolgende Betrachtung und Beschreibung des Begriffs Informationsmedizin oder IM entspricht der persönlichen Interpretation und Definition des Autors. Sie bezieht sich demnach NICHT nur auf eine bestimmte Therapie oder Diagnostikmethode (z.B. IM als Synonym für Radionik) sondern definiert die IM als Überbegriff.
Es liegt bei Themen dieser Art in der Natur der Sache, dass Meinungen und Erfahrungen auch im Fachkreis teils extrem von einander abweichen. Die Leser sind daher angehalten, sich immer eine eigene Meinung zu bilden, was am Besten gelingt, wenn man sich an verschiedenen Quellen zum Thema informiert.

Informationsmedizin - Bild: knipseline  / pixelio.de

Sehen Sie hier auch mehr als nur Linien in weißem Zeug...?
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Wenn Sie dem Bild zu diesem Beitrag deutlich mehr entnehmen als nur den optischen Eindruck von einer langen, geschwungenen und einer kurzen geraden Linie in einer weißlich pulvrigen Substanz sind Sie auf dem besten Weg zum Kern dieses Beitrags.

Ach, Sie dachten hier ging's um Weihnachten? Nun, auch für Sie lässt eine bestimmte Information, in diesem Fall das Bild, mehrere Interpretationen der Realität zu und das ist ein sehr gutes Zeichen!

Wie wird Information zum Heilmittel?

Meinem Verständnis nach ist Informationsmedizin keine eigenständige Therapieform, sondern vielmehr ein Modell, ein Überbegriff über eine Vielzahl unterschiedlichster Heilverfahren.
Diese Verfahren gehen von einem gemeinsamen Grundgedanken oder Wirkungsansatz aus, nämlich dem, dass schon die bloße Vermittlung von Informationen eine körperliche Reaktion erzeugt, welche dann im besten Fall eine potenzielle Heilwirkung hat.

Informationen – gleich welcher Art, egal welchen Ursprungs – lösen bewusst, unbewusst oder gar nicht wahrnehmbare Folgereaktionen im Organismus aus. Gemäß dem Sinnspruch: “Information bestimmt den Zustand der Materie“.

Damit wir, also Sie und ich, vom gleichen Punkt aus beginnen, definieren wir zuerst was in diesem Beitrag unter den Begriffen Sinn, Information, Medizin und dann schließlich unter Informationsmedizin oder IM verstanden wird.

  • Seine fünf Sinne (plus den "moderneren" medizinisch anerkannten Sinnen für Gleichgewicht, Temperatur, Schmerz, innere Organfunktion und Körper-/Raumwahrnehmung) ermöglichen es dem Menschen, die Umwelt durch sehen, hören, schmecken, riechen und fühlen wahrnehmen zu können.
  • Als Information bezeichnen wir alle Arten von Daten (= Eindrücke, Wahrnehmungen, Interpretationen), die wir durch unsere Sinne von unserer Umwelt z.B. in Form von Worten, Körpersprache, Farben, Geschmacksarten, Gerüchen, Berührungen, Temperaturen, oder auch durch Rituale, Zeichen, Bilder, Symbole, Codes und dergleichen vermittelt bekommen.
  • Medizin ist der Überbegriff über alle wissenschaftlich erkundeten Fähigkeiten und Fertigkeiten, die einen erkrankten Organismus wieder in den gesunden Zustand zurückführen bzw. diesen Zustand beibehalten.
  • Unter dem Überbegriff Informationsmedizin oder IM verstehen wir ab hier:
    jede Art von zur Behandlung gedachter Einflussnahme - von der Fach- und Komplementärmedizin mit all ihren Disziplinen über die Psychologie, Philosophie und Spiritualität bis hin zur Esoterik - die mit Hilfe von spezifischen Informationen – und hier eben nicht nur über den klassischen Dreiklang aus Biologie, Chemie und Physik – heilwirksame Prozesse im Körper anstößt.

Zum besseren Verständnis von Information, Interpretation und Reaktion:

Nehmen wir an, bei einem Spaziergang fällt Ihnen unerwartet die erste Schneeflocke des Jahres auf die Hand! Oder schauen Sie sich nochmals aufmerksam das Bild zu diesem Beitrag an.

Nun stellen Sie sich vor, wie viele Gedanken und mögliche körperliche Wahrnehmungen Sie in Sekundenbruchteilen dadurch vermittelt bekommen:
angenehm, unangenehm, erfrischend, feucht, Winter, Schnee, kalt, Frost, Skiurlaub, Schneemann, Schnupfen, Tannenbaum, frieren, Sauna, Eisbaden, Glühwein, dicke Pullover, kuscheln, Kaminfeuer, Weihnachten, feiern, essen, Geschenke, Liebe, Gemeinschaft, Einsamkeit, Geschichten erzählen, Familie, Freunde, Schlittschuh laufen, stürzen, Glatteis, Krankenhaus, schlafen, grauer Himmel, kurze Tage… usw.

Die erste Information, die sensorische Wahrnehmung über Haut und Augen, führt ohne bewusste Anweisung zu einem sich gegenseitig verstärkenden Muster Interpretationen, an blitzartigen Gedanken und körperlichen Reaktionen – die widerum Folgeinformationen darstellen. Ihre Lebenserfahrung ist nun entscheidend dafür, ob diese Informationskaskade zuletzt ein gutes oder schlechtes Gefühl erzeugt.

Und wenn Sie sich JETZT genau DAS mit geschlossenen Augen ausmalen, ins Leben rufen, real erdenken, wird auch bei Ihnen eine ähnliche Informationskaskade ablaufen. Das ist wie mit dem BLAUEN ELEFANTEN, an den SIE - JETZT - NICHT - DENKEN - DÜRFEN!
Das Gehirn reagiert, so oder so...

Der Organismus als Regelwerk

Die IM betrachtet das Lebewesen aus Körper, Geist und Seele als “informationsbasiertes Regelsystem“. Dabei wird funktional zunächst nicht zwischen Menschen und anderen Lebewesen unterschieden. Beim Menschen ist jedoch der die Heilung ebenso fördernde wie möglicherweise behindernde Verstand unbedingt in alle therapeutischen Überlegungen mit einzubeziehen.

Alle gesunden Prozesse des Individuums unterliegen dem harmonischen Wechselspiel aus Ursache und Wirkung, Aktion und Reaktion, Dynamik und Statik. Das System selbst ist äußerst fehlertolerant und flexibel, was auch die lange Ausdauer erklärt die es braucht, bis es zum Ausbruch spezifischer Erkrankungen kommt.

Fehler in diesem Regelsystem führen je nach Dauer, Schwere oder Tragweite automatisch zu Folgefehlern im Gesamtsystem.

Angestrebtes Ziel einer IM-therapeutischen Behandlung ist deshalb nicht die Symptombehebung, sondern wenn möglich die Korrektur des “ersten Fehlers”.

Charakteristisch für die IM ist, dass selbst bei den stoffgebundenen Therapien (Homöopathie, Isopathie udgl.) keine oder nur geringst nachweisbare physikalische Wirksubstanzaufnahme erfolgt. Das ist zugleich auch der am schwierigsten zu akzeptierende Unterschied zu gewohnten Medikamenten und deren Inhaltsstoffen…und deren unerwünschten Nebenwirkungen.

Die sinnesübergreifende Anwendung therapeutischer Maßnahmen der IM erfolgt beispielsweise über jegliche Form der Kommunikation, über Geräte, Gegenstände, Trägermedien wie Wasser, Alkohol oder Zucker, Symbole, einzelne oder gekoppelte Sinneseindrücke oder rein manuell.

Die IM bzw. die unter ihr zusammenfassbaren Therapien können vorrangig als Initiatoren zur Selbstheilung angesehen werden.

Jede als dauerhaft geplante Heilung muss Körper, Geist UND Seele berücksichtigen. Daher zielen die vielfältigen Methoden der IM primär auf Ausgleichung und Reharmonisierung möglichst ALLER physiologischen und psychologischen Missstände.

Musterbeispiel für informelle Wirkung

Das beste Beispiel einer natürlichen IM-Behandlung liefert die Mutter, welche dem Kind mit Bauchweh eine Hand auf den schmerzenden Bauch legt und vielleicht auch noch leise eine beruhigende Melodie dazu summt.

Zwar ist an dieser Stelle nicht die Rede von “Handauflegen” im heilerisch-esoterischen Sinne, aber prinzipiell ist das Wirkprinzip ähnlich. Wir haben hier eine Reihe von Einzelinformationen und Informationsströmen die am Ende zu einer körperlichen Besserung führen.

  • Da haben wir zuerst die Beziehung zwischen Mutter und Kind. Ist diese von den Faktoren Fürsorge, Vertrauen und Liebe gekennzeichnet, hat allein schon die Gegenwart der Mutter eine entsprechend positive informelle Wirkung auf den Organismus des Kindes.
  • Dann haben wir die aufgelegte Hand und die leise gesummte Melodie, beides eindeutige Gesten und Handlungen der Beruhigung und der Harmonisierung. Stimme, Geruch und Ausdruck der Mutter runden das Bild für das Kind ab. Sofern keine dramatischen Erkrankungen zugrunde liegen, wird der Körper mit Entspannung reagieren.

Betrachtet man das Ganze nun ausschließlich aus psychologischer Sicht, führt die Beruhigung des Kindes über Gegenwart, Berührung, Akustik und Wärmereiz der Hand auf dem Bauch zu einer entsprechenden körperlich-geistigen Entspannung und damit zu einer Verbesserung der Krankheitslage. Im Grunde könnte man es schon bei dieser Betrachtung belassen und schlicht von Placebo sprechen. Das Ergebnis bliebe gleich.

Aus Sicht der Informationsmedizin lässt sich das Ganze aber noch etwas detaillierter betrachten. Mutter und leibliches Kind stehen vor allem bioenergetisch betrachtet in einem sehr engen Verbund. Der eine Organismus entstand im und aus dem anderen und erhielt dadurch nicht zuletzt seine ganz spezifische bioenergetische “Ausgangsladung” und informelle “Basisprogrammierung“. Letzteres bedeutet verständlich ausgedrückt soviel wie, dass ein Teil der Erfahrungen und Prägungen der Mutter und deren Vorfahren auch immer auf das Kind und sofern es sich um ein Mädchen handelt, auf dessen Kinder weitergereicht werden.

Diejenigen die mit dem Begriff der morphischen oder morphogenetischen Felder etwas anfangen können werden umso leichter verstehen, dass die informelle Verbindung, oder moderner ausgedrückt die “lebendige Datenleitung”, die über diese Felder existiert und funktioniert, innerhalb von Familien und hier speziell zwischen Mutter und Kind besonders stark ist.

Hinweis

Der Begriff “morph(olog)isches Feld” wird (auch hier in meinem Text) oft im eigentlich falschen, eher esoterischen Kontext genutzt, daher hier der Verweis auf den korrekten Zusammenhang.
Zitat von de.wikipedia.org/wiki/Morphisches_Feld:
"Als morphisches Feld (engl. „morphic field“), ursprünglich auch als morphogenetisches Feld, bezeichnete der britische Biologe Rupert Sheldrake ein hypothetisches Feld, das als „formbildende Verursachung“ für die Entwicklung von Strukturen sowohl in der Biologie, Physik, Chemie, aber auch in der Gesellschaft verantwortlich sein soll.
Von der großen Mehrheit der Naturwissenschaftler wird die Hypothese als pseudowissenschaftlich abgelehnt, eine Minderheit fordert die wissenschaftliche Überprüfung der Hypothese…”

Die bioenergetische Lage (oder informelle Schwingung) zwischen Mutter und Kind ist in den frühen Jahren für gewöhnlich einander noch so ähnlich, dass die stärkere Energie der Mutter in der Lage ist die eventuell gestörte Energie des Kindes auszugleichen. Bioenergetisch sind es also nicht allein die Gegenwart und die Berührung, sondern auch und vor allem die sich gegenseitig ausgleichenden Felder von Mutter und Kind, physisch verstärkt und intensiviert durch die Berührung, die in Körper, Geist und Seele des Kindes zu einer so genannten Reharmonisierung führen.

Beispiele für Therapien und Anwendungsmethoden der IM

...nach meiner Definition u.a.:

  Komplementär / Esoterisch Mögliche Analogien in der Fachmedizin
Stoff: Homöopathie, Isopathie, Bachlüten, Radionik… Allopathie, Pharmazie, Verbände...
Welle: Radionik, Bioresonanz, BIT, Biofeedback… Ultraschall, Röntgen, Computertomographie...
Energie: Jin Shin Jitsu, Reiki, Kinesiologie, EFT… Wärmetherapie, Stoßwelle, Laser...
Symbol: Reiki, Körbler-Zeichen, Totem, Zauberstab… Placebo-Gabe/-OP, weisse Kleidung, Stetoskop...
Aussen: Feng Shui, Farben, Klang, Duft… Bewegungstherapie, Ergotherapie...
Innen: Psychotherapie, Hypnose… Yoga, Kunsttherapie, Meditation, Psychologie...
Ritual: Gebet, Schamanische Reise, Aura Chirurgie… Chefarztgespräch, "Koryphäe", weisse Kleidung...

Diese Beispiele sind willkürlich zusammengestellt und keineswegs vollständig oder in allen Fällen eindeutig zuzuordnen.
So ist bspw. die das Innere behandelnde Psychotherapie, je nach Vorgehensweise, sowohl als esoterische Methode als auch als rein fachmedizinische Disziplin anzusehen.
Und auch Farben sind als solche sowohl über ihre rein materiellen Eigenschaften wie über ihre  symbolischen Informationen ebenso sinnlich wie rational erlebbar.

Weitere therapeutische Beispiele

Weitere Beispiele für den therapeutische Einsatz von Informationen bietet ganz klassisch die Homöopathie. Wo rein wissenschaftlich gesehen eigentlich “nichts” mehr ist, bleibt allem Anschein nach dennoch die dem Wasser oder einer anderen Trägersubstanz ausgeprägte Information erhalten.

Das gleiche gilt für therapeutische Mittel, die über radionische Techniken hergestellt wurden, wobei sich der Herstellungsweg deutlich unterscheiden kann.

Die Radionik nutzt bei der Besendung die vorgenannten morphischen Felder ganz ähnlich wie Computer das Internet nutzen um Informationen von einem Punkt zu einem anderen zu übermitteln.

Die Hypnose bedient sich ganz direkt der Visualisierung von Informationen in Form realistischer oder unrealistischer Bilderwelten um gezielt Reaktionen im Patienten zu erzeugen.

Die Kinesiologie ermöglicht es dem Therapeuten gezielt Informationen beim Patienten abzurufen oder auch indirekt ebensolche Informationen bei ihm zu platzieren.

BIT und Bioresonanzverfahren übermitteln auf elektrischem Weg ganz spezifische Frequenzen um dem Organismus darüber auf informelle Weise gezielte Heilimpulse zu geben.

von Alexander Schoenhoff, HP

Heilpraktiker, Dozent, Coach, Mediendesigner, Autor ...und Mensch mit entsprechenden Kurven, Ecken und Kanten. :) Liebt heilen nicht weniger als helfen und lehren mindestens ebenso wie lernen.

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