Virenschutz aus der Natur

Kraftvolle Pflanzen helfen gegen Viren

Natürliche Virostatika und ihren Eigenschaften

Dass es einen Unterschied zwischen Bakterien und Viren gibt wissen Sie vermutlich.
Was und wofür ein Antibiotikum ist wissen sie sicher auch. Und dass es derzeit keine antibiotischen Mittel direkt und nur gegen Viren auf dem Markt gibt dürfte Ihnen vielleicht auch bekannt sein.
Moment, denken Sie jetzt vielleicht, ich hab da doch diese Salbe gegen Lippenherpes?
Das was Ihnen gerade an Antivirus-Präparaten durch den Kopf geht, sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so genannte Virostatika, also Mittel, die im besten Fall die weitere Ausbreitung bestimmter Viren eindämmen können und so dem Körper Zeit verschaffen mit der Erkrankung selbst zurecht zu kommen.

Falls Sie sich jetzt fragen, warum Sie dann bei einem Virusinfekt dennoch auch mal antibiotische Präparate verschrieben bekamen: Antibiotika werden bei diagnostizierten Virusinfekten z.B. bei allgemein- bzw. immungeschwächten Personen sicherheitshalber dann vom Arzt verschrieben, wenn eine zusätzliche bakterielle Infektion, z.B. eine bakterielle Lungenentzündung, nicht ausgeschlossen werden kann und Gefahr der dramatischen Verschlimmerung besteht. Es handelt sich dann also um eine vorsorgliche Verabreichung die grundsätzlich Ihrem Schutz dient.

Glücklicherweise hat ein halbwegs gesunder Körper für gewöhnlich wenig bis keine Probleme beispielsweise eine virale Erkältung oder einen Magen-/Darminfekt durch Viren erfolgreich zu bekämpfen. Im Gegenteil. Ein harmloser "Allerwelts-Infekt" trainiert nicht zuletzt auch das Immunsystem. Wobei "harmlos" natürlich immer relativ ist und in jedem Einzelfall von unterschiedlichen Faktoren abhängt.

Die entsprechenden Abteilungen des gehobenen Supermarkts, Biomärkte, Reformhäuser und natürlich jede gutsortierte Apotheke bieten allerlei an vorwiegend pharmazeutischen und/oder industriell gefertigten Produkten an, doch auch die Pflanzenwelt hat hier einiges zu bieten.

Dieser Beitrag stellt anreißend ein paar Beispiele für Heilkräuter mit antiviraler Wirkung vor.
Es geht dabei nicht darum jedes Kraut ausführlich zu beschreiben und möglichst viele Beispiele und Anwendungsanweisungen zu geben, sondern lediglich darum diese Heilpflanzen im Zusammenhang mit Viren in Erinnerung zu bringen.

Vorgestellt werden:
Oregano, Echinacea, Knoblauch, Astragalus, Schisandra, Holunder, Königskerze, Lakritze und grüner Tee
.

Oregano, Dorst, Dost, Echter Dost, Gemeiner Dost, Wohlgemut, Wilder Majoran, Origanum vulgare

Oregano - Bild Thomas Then - Wikipedia

Oregano - Bild Thomas Then - Wikipedia

Dieses schon seit der Antike, heute aber vorrangig  aus der italienischen Küche sehr bekannte Kraut wird schon seit Jahrhunderten u.a. gegen virale, bakterielle und auch gegen Pilzinfektionen eingesetzt.

Siehe auch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Oregano

Echinacea

Echinacea ist ebenfalls sehr bekannt dafür das Immunsystem zu stärken. Es fördert die Bildung von weißen Blutkörperchen und hilft insgesamt dabei Viren effektiver zu bekämpfen. Dieses Kraut hilft auch vorbeugend, wenn es bereits beim Verdacht einer möglichen Infektion angewendet wird. Echinacea gehört zu den bekanntesten Stärkungskräutern für das Immunsystem.

Knoblauch

Die einen lieben es die anderen...nicht. Und wer noch dazu Knoblauch nicht verträgt, verliert damit eines der potentesten Heilkräuter überhaupt. Knoblauch ist ein sehr leistungsfähiges antivirales Kraut, das sehr effektiv unterstützt bei der Bekämpfung u.a. von Erkältungs- und Grippeviren. Daneben hilft es auch bei bakteriellen Infektionen mit Streptokokken und Staphyllokokken.
Frischer Knoblauch ist für seine Liebhaber wunderbar aromatisch und wird deshalb am besten eben so wie es ist und möglichst frisch verzehrt. Wer aber den "markanten" Geruch umgehen will, besorgt sich lieber Kapseln oder Tabletten. Wichtig ist aber, dass Menschen die blutverdünnende Mittel einnehmen, keine hochdosierten Knoblauchpräparate einnehmen sollten, denn diese können die Gerinnungshemmung unerwünscht verstärken!

Astragalus

ist eine weitere hervorragende immun Verstärker und eine sehr effektive antivirale Kräuter für die Bekämpfung der Erkältung und Grippe.

Schizandra

ist eines der weniger bekannten Kräuter-Virostatika. Es gilt als sehr erfolgreich bei der Behandlung von viraler Hepatitis.

Holunder

wurde seit Tausenden von Jahren als ein pflanzliches Heilmittel gegen verschiedene virale Infektionen eingesetzt. Es ist im Kampf gegen Erkältungen und andere Infektionen der oberen Atemwege vorteilhaft. Holunder ist in der Regel am effektivsten in Raute und Sirup Form.

Königskerze

bietet antivirale, entzündungshemmende, beruhigende und schleimlösende Eigenschaften neben weiteren Vorteilen. Es ist eine ausgezeichnete Wahl für Menschen die unter Verstopfung? leiden.

Lakritz

ist ein weiteres hervorragendes antivirales Kraut, das sehr wirksam gegen Viren und Bakterien sowie Pilzinfektionen wirkt. Personen mit Hypertonie, also hohem Blutdruck sollten Lakritz allerdings eher meiden.

Grüner Tee

ist sowohl eine wirksame Vorbeugung gegen die Grippe, als auch eine gute Förderung der allgemeinen Gesundheit aufgrund seines hohen Gehalts an Antioxidantien und Katechinen EKG und EGCG gefunden worden.

Antivirale Öle

Stellvertretend für andere antivirale ätherische Öle seien hier die folgenden vorgestellt:

Eukalyptusöl, Teebaumöl, Wacholderöl und Zitronenmelissenöl.
Alle drei sind hilfreich, wenn es gilt eine virale Erkrankung zu bekämpfen und können zusammen mit den oben genannten Kräuter verwendet werden.

Eukalyptusöl

enthält bekannte antivirale Verbindungen, und hilft die Heilung zu beschleunigen. Geben Sie ein paar Tropfen Öl in ein warmes Bad und atmen Sie den Dampf ein, das hilft dabei leichte Beschwerden der Atemwege zu lindern. Es kann auch als belebendes Massage-Öl verwendet werden.

Teebaum-Öl

ist eines der effektivsten antiviralen ätherischen Öle und kann in voller Stärke auf äußerlich oder zum gurgeln in Wasser für Halsschmerzen eingesetzt werden.

Wacholderöl

hat eine starke antivirale Wirkung. Es wurde auch als wirksam gegen Herpes- und Grippe-Viren befunden. Dieses Öl kann in einem Diffusor, als Massageöl, oder in einem beruhigenden Bad verwendet werden.

Zitronenmelisseöl, Melissa officinalis

Zitronenmelisse – Melissa Officinalis – P. Wagner – wikimedia commons

Zitronenmelisse – Melissa Officinalis – P. Wagner – wikimedia commons

Das Öl aus der Zitronenmelisse hat erstaunlich viele Anwendungsmöglichkeiten (siehe auch den Beitrag zur Gürtelrose). Dazu gehört auch die Behandlung von Fieberbläschen und ähnlichen Wunden, die durch das Herpes-Simplex-Virus verursacht wurden.
Es hilft auch dabei die Ausbreitung des Virus zu behindern.

Zitronenmelisseöl kann innerlich oder in einem Diffusor, also topisch, verwendet werden.

Siehe auch:
http://www.heilpflanzenkatalog.net/heilpflanzen/heilpflanzen-europa/97-melisse.html
http://www.awl.ch/heilpflanzen/melissa_officinalis/melisse.htm

von Alexander Schoenhoff, HP

Heilpraktiker, Dozent, Coach, Mediendesigner, Autor ...und Mensch mit entsprechenden Kurven, Ecken und Kanten. :) Liebt heilen nicht weniger als helfen und lehren mindestens ebenso wie lernen.

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